Sonja

Berlin

Franzi

MĂŒnchen

Startnext und die Windelei – ein guter Austausch

ZZZ

Egal was wir mit den lieben Menschen der Startnextler unternehmen: es macht uns Riesenspaß!

Die Geschichte begann damals – Anfang 2019. Wir starteten unser Crowdfundingprojekt. Unser Ziel: Die Windelei in MĂŒnchen mit Startkapital fĂŒr Windeln auszustatten.

Wir haben alle mitbekommen: Wir, insbesondere Franzi hat genau das sehr erfolgreich gewuppt.

Unsere gemeinsame Geschichte geht weiter

Sonja sprach mit ihnen in Kreuzberg ĂŒber unser Start-up.
Hört es euch gerne an “Warum haben Babys ein Nachhaltigkeitsproblem?”: Podcastfolge Nr. 25

Franzi gab ein Video-Interview, es wird am 4.5. auf Instagram von Startnext gezeigt . Hier im Fokus: die Initiative “Vordenkerinnen” fĂŒr GrĂŒnderinnen & SelbstĂ€ndige. In deren Rahmen die Geschichten mutiger GrĂŒnderinnen & SelbststĂ€ndigeim Vordergrund stehen: 12 Projekte aus der DACH-Region, deren Geschichten Startnext fĂŒr besonders bemerkenswert und ermutigend halten.

Aus aktuellem Anlass: Großartige Hilfsaktion bei Startnext

All das rĂŒckt derzeit natĂŒrlich derzeit in den Hintergrund. Die tollen Menschen bei Startnext haben eine Hilfsaktion gestartet: Alle Projekte die zur vom Shutdown betroffene Kreative und GrĂŒnder*innen werden realisiert, egal wieviele Spenden sie erhielten! Schaut euch hier um, unterstĂŒtzt eure Musiker, Theater, Museen, etc!

Hier geht es zur Hilfsaktion

“Durch Corona gibt es keine Ă€usserlichen Anreize, dass wir zu frĂŒh das Haus verlassen”

ZZZ

Aus der Blog-Serie “Elternsein und Eltern werden in Coronazeiten”:

Ein Baby in die Welt setzen, gerade jetzt, wo die Welt Kopf steht. Was macht das mit einem? Wie lÀsst es sich aushalten? Wir haben uns in unserem Kundenkreis umgehört. Hier berichtet Markus S., seit 27.3.2020 Vierfachpapa, Berlin-Pankow:

Windelei: Viele Menschen leben gerade zwischen Panik, Freiheitsberaubung und BekĂ€mpfung der Unwissenheit – und ihr bekommt ein Kind. Das Wunderbarste was jedem, der es sich wĂŒnscht, persönlich passieren kann. Wie empfindest du/ihr in dieser Zeit gerade?

Markus: Die Corona Zeit unterstĂŒtzt uns in einem friedvollen Miteinander in der Familie. Seit Mitte MĂ€rz 2020 haben wir uns Schritt fĂŒr Schritt immer mehr in unser eigenes “Nest” in Berlin zurĂŒckgezogen, einen gemeinsamen Rhythmus mit unseren drei Kindern (4, 8, 10 Jahre) zuhause gefunden und auf die Geburt vorbereitet. AnfĂ€nglich war vor allem ich als Papa noch sehr von den Corona-Hype-Nachrichten gefangen. Dies konnte ich langsam loslassen und die BedĂŒrfnisse der Mutter und der Kinder kamen in den Vordergrund.
Am 27. MĂ€rz 2020 hat dann Johanna Veronika das Licht der Welt zu Hause erblickt. Auch Johanna kann die ruhige Zeit geniessen und durch Corona gibt es keine Ă€usserlichen Anreize, dass wir zu frĂŒh das Haus oder Mama Miriam das Wochenbett verlĂ€sst.
Als Bewohner von Pankow ist die Zeit fĂŒr uns im wahrsten Sinne des Wortes ruhig da wir fast keine Flugzeuge im Anflug auf Tegel mehr hören 🙂

Windelei: Wie durftest du als Papa die Geburt begleiten? Gab es spezielle Vorkehrungen was den Schutz vor Corona betrifft?

Markus: Wir hatten schon immer eine Hausgeburt geplant. Corona hatte dabei keinen Einfluss. Als Papa durfte ich ganz nahe bei der Geburt dabei sein und ich habe Johanna “aufgefangen” und abgenabelt. Ich war bei den letzten zwei Geburten auch sehr nah dabei. Doch wieder war es ein neues und sehr bewegendes Erlebnis. Es ist unglaublich zu sehen welche Leistung – sowohl körperlich als auch seelisch – eine Frau bei der Geburt vollbringt. Durch Hypnobirthing und “Die Friedliche Geburt” war es eine anstrengende aber ruhige und natĂŒrliche Geburt. Auch unsere drei ersten Kinder konnten direkt nach der Geburt dabei sein und das Wunder eines neuen Menschen sehen und spĂŒren. Insgesamt ein sehr verbindendes und erdendes Erlebnis welches aus meiner Sicht sehr passend zu der aktuelle Corona-Zeit ist.

Windelei: Als moderne Nomaden sind euch homeschooling und kitafreie Erziehung sehr bekannt. Ihr habt schon drei weitere Kinder. Welche Tipps hast du, um mit so vielen Menschen auf kleinem Wohnraum miteinander klar zu kommen, Strukturen zu wahren und eventuell gesetzte Ziele mit den Kindern umzusetzen?

Markus: Als digitale Nomaden wĂŒrde ich uns nicht bezeichnen. Miriam und die Kinder leben nicht in Deutschland um rechtlich erlaubt Freilerner zu sein. NatĂŒrlich arbeiten wir viel digital und sind viel unterwegs 🙂 Somit ist das stĂ€ndige Zusammenleben von Eltern und Kinder “normal” fĂŒr uns. Unser Ziel ist es unseren Kindern auf Augenhöhe zu begegnen, Gemeinschaft zu leben und sie wo immer nötig zu untersĂŒtzten. Jeder darf bei uns seine BedĂŒrfnisse ausdrĂŒcken und wir suchen gemeinsam – meist am FrĂŒhstĂŒckstisch – nach den nötigen Schritten um diese zu erfĂŒllen. Unsere Erfahrung zeigt, dass Regeln oder Tipps nur kurzfristig etwas bringen. FĂŒr das langfristige Zusammenleben braucht es ein achtsames Beobachten der kindlichen BedĂŒrfnisse und das Schaffen einer dauerhaften eigenen (der Eltern) stressfreien und entspannten Grundhaltung. Ein paar unserer AnsĂ€tze haben wir in einem Blog zusammengefasst.
Nicht nur die Entscheidung fĂŒr diesen Weg ist schwierig. Auch der Weg selber und das stĂ€ndige Weiterentwickeln bringen viele Herausforderungen mit sich.Insgesamt fĂŒhlt sich der Weg fĂŒr mich aber sehr stimmig und richtig an. Durch viel Ausprobieren, Lesen und Besuch von Seminaren haben wir uns einen umfangreichen Methodenkasten angeeignet. Das FĂŒhlen der eigenen GefĂŒhle und Emotionen steht dabei immer im Vordergrund. Seit 2010 teilen wir unsere Erfahrungen und Entwicklungen auch mit Familien die sich mit dem Thema auseinandersetzen wollen durch Seminare und Coaching.

“Druck macht mir vor allem der Gedanke, Thees nicht ausreichend fordern und fördern zu können”

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Aus der Blog-Serie “Elternsein und Eltern werden in Coronazeiten”:

Wie fĂŒhlt sich das Leben einer Mama mit Kleinkind derzeit an? Welche Auswirkungen hat Corona auf ihr Leben? Wie bekommen sie Kind, Beruf und Social Distancing organisiert? Wir haben uns in unserem Kundenkreis umgehört. Hier berichtet Constanze S., Mama von 20 Monate altem Sohn aus Kreuzberg.

Windelei: Eine neue Zeit lÀsst die Welt scheinbar stillstehen. Was hat sich mit dem Kontaktverbot und Social Distancing bei euch in der Familie geÀndert?

Constanze: TatsĂ€chlich gar nicht so viel, außer dass wir natĂŒrlich viel mehr Zeit miteinander, insbesondere auch zu dritt, verbringen. Das genießen wir auch sehr. Vielleicht sind wir etwas lockerer im Umgang mit Medien geworden. Wir videotelefonieren z.B. viel öfter mit Oma und Opa und machen auch schon mal das ein oder andere Video mehr an. Z.B. Kindertanz zum mitmachen, die Hunde von Freddies Bruder und seiner Frau oder – wenn gar nichts anderes mehr hilft – ausrĂŒckende Feuerwehrautos und Krankenwagen – auf Youtube findet man ja glĂŒcklicherweise fĂŒr jeden Geschmack etwas!

Windelei: Gib uns einen kleinen Einblick in den Alltag mit deinem Kind. Wie verbringt ihr euren Tag?

Kind knetet auf einem Tablet
KleinkindbeschÀftigung wÀhrend Corona

Constanze: Thees ist pĂŒnktlich wie ein Uhrwerk gegen 7.00 Uhr wach. Oft darf einer von uns beiden noch liegen bleiben, wĂ€hrend der andere die ersten beiden Stunden des Tages mit Kaffee kochen, FrĂŒhstĂŒck und spielen ĂŒbernimmt.
Meist weiß Thees den Vormittag noch gut, wie er sich beschĂ€ftigen möchte, so dass wir ihn grĂ¶ĂŸtenteils freispielen lassen. Bude bauen, Suppe aus Quetschiedeckeln kochen oder seine Schleicht-Tiere sortieren sind momentan die Favoriten. Gerne guckt Thees auch auf einem Hocker stehend bei der Zubereitung des Mittagessens zu und hilft beim Tisch abrĂ€umen. Einer von uns beiden betreut ihn dabei, wĂ€hrend der andere im Homeoffice sitzt.
Zwischen 11.30 und 14:00 Uhr ist Mittagszeit – erst Essen, dann Schlafen – mit etwas GlĂŒck eine gute Stunde, mehr war da leider noch nie drin.
Nachmittags gibt es einen Obstsnack und anschließend machen wir einen Spaziergang. Hinterm Haus befindet sich eine Baustelle mit zwei KrĂ€nen – da gibt es immer etwa szu sehen, so dass die Spielplatzschließung nicht so schwer fĂ€llt.
Bis zum Abendessen, wenn das Freispielen schon etwas schwerer fĂ€llt, versuche ich Thees Angebote zu machen, z.B. mit Fingermalfarben oder Knete. Sehr gerne schauen wir uns auch BĂŒcher an. Abendessen gibt es gegen 18:00 Uhr und da wir momentan versuchen, das Töpfchen in das Abendritual zu integrieren, kann das Fertigmachen fĂŒrs Bett schon mal sehr ausgiebig dauern. Anschließend wird noch im Bett gelesen und wenn wir selbst nicht mit einschlafen, beginnt gegen 19.30 Uhr die Elternzeit.

Eigentlich hatte ich gedacht, dass Social Distancing auch die Möglichkeit bietet, all die Bastel- und Spielideen umzusetzen, die schon so lange auf meiner Liste stehen, oder auch mal Projekte wie “Kleiderschrank aussortieren” anzugehen. Mehr Zeit hat Corona allerdings nicht gebracht…solche Sachen fallen nach wie vor in die Abenstunden.

Kleinkind schaut durch das Glas einer InnentĂŒre
“Unsere Homeoffice-RealitĂ€t – meist fĂŒhlt man sich recht beobachtet…”

Windelei: Wieviele Gedanken machst du dir um eure nahe und ferne Zukunft und speziell die deines Kindes. Hat sich da etwas geÀndert, seitdem Corona bei uns angekommen ist?

Constanze: Erstaunlicherweise habe ich (noch) keine ExistenzĂ€ngste, obwohl wir beide in Kurzarbeit sind – ich bin optimistisch, dass wir spĂ€testens nach dem Sommer wieder durchstarten können. Druck macht mir vor allem der Gedanke, Thees nicht ausreichend fordern und fördern zu können – ich habe die Arbeit der KindergĂ€rtnerinnen tatsĂ€chlich nochmal sehr viel mehr schĂ€tzen gelernt in den letzten zwei Wochen.
Ich hab schon das GefĂŒhl, dass Thees die soziale Interaktion mit den anderen Kindern fehlt, auch wenn er dass mit seinen 1,5 Jahren noch nicht klar artikuliert. Ich merke allerdings, dass wir in den letzten Tagen sehr viel mehr “gugge” und mitspielen mussten.

Windelei: Was lÀsst dich positiv nach vorne schauen?

Constanze: Vor allem das gute Wetter. Wenn morgens bereits die Sonne scheint, ist das enorm hilfreich fĂŒr die Laune und lĂ€sst die Vorfreude auf den Sommer wachsen. Selbst wenn da noch immer nix mit Picknicks oder Baden am See sein sollte, haben wir glĂŒcklicherweise einen Balkon, der dieses Jahr auch etwas Ernte abwerfen und demnĂ€chst entsprechend prĂ€pariert werden soll.
Gegen soziale Isolation machen wir mit unseren Freunden regelmĂ€ĂŸig Video-Konferenzen, wobei immer jemand ein Spiel o.Ă€. vorbereitet – und ganz ehrlich: dadurch, dass das bequem von der Couch aus geht, sind wir hĂ€ufiger bei solchen Treffen dabei als vor Corona.

Starkes Team: Stoffwindeln und Windelfrei

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Wer in seinem Bekanntenkreis erzĂ€hlt, er wickelt mit Stoff, kann sich sicher sein, dass es dabei einige verdutzte Gesichter gibt. Je nach Altersgruppe und Kinderschar mit einem Aufschrei verbunden: „Tu dir das nicht an!“. Mit einem Windelservice kann man zwar den Aufschrei mindern, den klassisch schiefen Blick von manch jemandem aber nicht vermeiden.

Einen Schritt krasser schocken funktioniert prima, indem man nun auch noch sagt, dass man das Kind abhĂ€lt und dass „Teilzeit-Windelfrei“ gut funktioniert.

Was ist „Windelfrei“?

Neugeborene sind prinzipiell erst einmal kontinent. Das heißt, dass sie sich nicht einpinkeln oder mit dem großen GeschĂ€ft vollmachen wollen. NatĂŒrlich ist das nicht mit dem Einhalten von Erwachsenen vergleichbar, insbesondere, weil Sprache, Bewegung und Bewusstsein lĂ€ngst nicht so weit sind. Dennoch: Mutter Natur hat es schon angelegt!

Und wer kennt es nicht: Den plötzlich verklĂ€rten Blick eines Babys, dass bis eben noch voll am Geschehen teilnahm. Oder: aus einem ruhigen Kind wird, zum Beispiel nachts ein sehr unruhiges. Meist wird dann eines der GeschĂ€fte in die Windel verrichtet. Jeder der ein Baby gewickelt hat, kennt das Faszinosum, dass wenn erst einmal die Windel vom Popo entfernt ist und Luft an die Genitalien kommt, kĂŒrzester Zeit die Blase entleert wird.

Gerne geben wir das Thema an unsere Windelei-Eltern weiter. Als Inspiration oder einfach um es ĂŒberhaupt mal gehört zu haben.

Windelfrei und Stoffwindeln versus Wegwerfwindeln

Nach dem Windelfrei-Konzept nutzt man diese natĂŒrliche Veranlagung und gibt dem Baby Gelegenheit, sich außerhalb der Windel zu entleeren. Gerade in den ersten drei Lebensmonaten gibt das Baby Signale, die die Eltern lesen und nutzen können, um seine Ausscheidungen abhalten zu können. Manch einer kombiniert dies mit einem Laut wĂ€hrend des GeschĂ€fts, so dass das Kind sozusagen lernt, wann die Gelegenheit gĂŒnstig ist.

Stoffwindeln sind ein gutes Feedback, wenn man als Eltern mal nicht zum Abhalten kommt. Das Baby kennt also von Anfang an den Zusammenhang „Schleuse auf, Windel/Hose nass“. Da wir die Windel wechseln oder auf das Signal eingehen, entsteht auch eine weitere Art der Beziehung. Der respektvolle Umgang mit den Ausscheidungen, das Eingehen auf wirklich alle BedĂŒrfnisse: vom Hunger, ĂŒber den Schlaf bis zu den Ausscheidungen.

Mit Wegwerfwindeln wird genau dies alles dem Kind genommen. Die an sich angelegte Reinlichkeit des Babys wird ĂŒbergangen, die Kontrolle, dass etwas nass wird, wenn man hineinpinkelt, ebenso. In unserer Gesellschaft muss das Kind von jetzt auf gleich also trocken sein. Wunschzeitpunkt: 3 Jahre. Leider zeigen aber die immer grĂ¶ĂŸer werdenden Wegwerfwindeln im Sortiment der DrogeriemĂ€rkte, dass dieser Wunsch kaum mehr Wirklichkeit wird.

Windelfrei bei Sonja und Franzi

Sonja: „Ich kannte das Thema Windelfrei gar nicht, als ich meinen Sohn bekam. Ich war ja schon AussĂ€tzige mit den Stoffwindeln. Mein Sohn brachte es mir bei. Mit ca. acht Monaten fing er an einen Hummeltanz aufzufĂŒhren. Instinktiv zog ich ihm die Stoffi aus und hielt ihn ĂŒber das Waschbecken ab. Erst da erleichterte er sich mit dem großen GeschĂ€ft. Ab dem Tag hatten wir kaum mehr sogenannte Windeleier in der Hose. Herrlich! Ich habe auch versucht Signale mit dem kleinen GeschĂ€ft zu bekommen, aber das klappte gar nicht. Ich bin aber davon ĂŒberzeugt, dass manch ein Weinen nachts vorher von der sehr nassen Windel stammte und seinem Unwohlsein. Ich bin stolz darauf, dass wir mit 10 Monaten das Töpfchen im Badezimmer stehen hatten, auf dem der Herr thronte. Das Trockenwerden ein Jahr spĂ€ter war damit tatsĂ€chlich sehr viel leichter, weil alles schon so ganz normal war.“

Franzi: „Auch bei uns kam das Thema Windelfrei mit und durch unsere Stoffwindeln auf. Wie praktisch ist es doch, wenn man weniger wickeln muss und zumindest das große GeschĂ€ft nicht in der Windel landet! Außerdem ist es einfach ein schönes GefĂŒhl, dem Baby zu ermöglichen, sich außerhalb der Windel zu entleeren. Ich muss aber auch sagen: Es gab Phasen, da hat es ganz gut funktioniert und dann wieder gar nicht. Man sollte sich dadurch auf keinen Fall zusĂ€tzlichen Druck machen – Windelfrei ist kein Wettbewerb!“

Oh du nachhaltige Weihnachtszeit?!

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Irgendwie kommt Weihnachten immer schneller als gedacht. Und irgendwie lĂ€uft Weihnachten mit Kind meist nicht unter dem Motto „Weniger ist mehr“.

Da will man als Mama bzw. Bald-Mama Gutes tun und teilt allen Menschen mit, was sie dem Kind so kaufen könnten. Das Ende vom Weihnachtslied: dann kommt doch der Schokonikolaus mehr, die vielen selbstgebackenen Kekse und dann doch noch ein – ach das war doch so gĂŒnstig, mal eben gekauft – PlastikspielfigĂŒrchen mit unter den Weihnachtsbaum. Dem Wahnsinn an unorganisierter GeschenkegrĂ¶ĂŸe und -menge ist da leider manches Mal kein Ende gesetzt.

Und wehe die Eltern setzen sich noch Ziele wie umweltbewusstes Handeln: öko-faire Kleidung, unbelastetes Holzspielzeug oder recycelte Materialien fĂŒr den nĂ€chsten Turnbeutel. Dann schlĂ€gts meist „Kling Glöckchen klingelingeling“ im Kopf der Verwandtschaft, die dem Kind eine Freude bereiten möchte, aber bitte nicht mit zu vielen EinschrĂ€nkungen – „Ist doch nur ein Mal im Jahr!“

Und zack ist das Dilemma riesig: Schenken macht Freude, viel Schenken aber nicht unbedingt viel mehr Freude.

Konsumwahnsinn bringt mehr Stress als Weihnachtsharmonie

Werdenden Eltern stehen mit dem Argument „Das kannst du und das Baby bestimmt spĂ€ter gebrauchen“ vor dem Dilemma es einfach noch nicht besser zu wissen. Dementsprechend wollen sie vielleicht Grenzen setzen , können es aber nicht.

FĂŒr die, die schon Eltern sind, ist es auch nicht leichter:

Babys sind wunschlos glĂŒcklich in den Armen ihrer Eltern, noch bleibt hier Weihnachten eine unbemerkte Zeit. Weniger fĂŒr die Eltern, die da schon erste Vorzeichen fĂŒr den Ablauf der kommenden Feste in den nĂ€chsten Jahren bemerken können – inklusive des eigenen Einflusses die Geschenkeflut zu begrenzen.

Ab dem 2. Lebensjahr des Kindes wird es dann fĂŒr alle Beteiligten anstrengend: Die meisten Kinder sind schon verrĂŒckt bis Weihnachten, weil es jeden Tag etwas Kleines im Adventskalender gibt – mit einem Konsum-Zwischenpeak an Nikolaus. Und dann kommt der Tag der Tage: unendliche Geschenkeflut, vieles vorab schon aufgeschrieben und dann auch noch RealitĂ€t geworden plus X an vorab unerwarteten Geschenken minus Y an EnttĂ€uschungen ĂŒber erwartete aber nicht eingetroffene Geschenke. Der Wahnsinn erreicht zu diesem Zeitpunkt erzieherisch kaum zu bĂ€ndigende Grenzen.

Wie alt das Kind auch immer sein mag, es gilt: Die Erwachsenen wĂŒnschen sich doch nur Harmonie im Familienkreis, leckeres Essen und glĂ€nzende Kinderaugen unterm Weihnachtsbaum.

Aber wie setzt man da nun Grenzen – mengenmĂ€ĂŸig und bei der Art des Geschenks? Und sollte man ĂŒberhaupt? Und was wĂ€re dann ein gutes Geschenk?

Grenzen setzen – gerade in der Weihnachtszeit unverzichtbar

Klare Ansagen verbreiten selten Romantik, helfen aber sehr den Faktor „Harmonie unterm Weihnachtsbaum“ zu erhalten. DafĂŒr muss man natĂŒrlich fĂŒr sich selbst schon wissen, wieviel man dem Nachwuchs zumuten will, wer fĂŒr welches Geschenk am besten in Frage kommt und ob man den Einkauf lieber beim Schenker lĂ€sst oder man selber on- oder offline die Warenkörbe befĂŒllt und verteilt.

Wie machen es die Windelei-MĂ€dels?

Sonja: „Ich habe jedem schenkewilligen Menschen ein Geschenk zugeteilt. Nicht alle Geschenke gibt es an Heiligabend. Außerdem ist schon Ende November ein Wichtel samt gebraucht gekaufter WichteltĂŒre bei uns eingezogen. Der bringt jetzt in unregelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden immer mal ein Schokobonbon, etwas zum Spielen, einen Brief oder etwas Gemaltes. Umgekehrt bekommt aber auch der Wichtel etwas geschenkt von meinem Sohn. Der Nikolaus steckt noch ein kleines Spielauto aus den vĂ€terlichen Kinderkisten von damals in die Schuhe vor der HaustĂŒre. Ich spreche nicht nur mit der Verwandtschaft und dem Wichtel regelmĂ€ĂŸig, auch meinem Kind versuche ich den Konsumwahnsinn und das absehbare abrupte Ende nĂ€herzubringen.“

Franziska: „Statt eines Schoko-Adventskalenders gibt es bei uns dieses Jahr ein Adventskalenderbuch: „Advent im Holunderweg – 24 neue Geschichten bis zum Weihnachtsfest“ von Martina Baumbach. DafĂŒr nehmen wir uns jeden Tag Zeit und lesen die jeweilige Geschichte vor. Zu Weihnachten schenken wir als Eltern tatsĂ€chlich nichts. DafĂŒr haben wir den Großeltern jeweils Geschenke zugeteilt. Die werden bestimmt noch durch die ein oder andere Kleinigkeiten ergĂ€nzt, aber das soll ja auch so sein.“

Funktioniert Nachhaltigkeit im stressigen Konsumwahn ĂŒberhaupt?

FĂŒr werdende Eltern lĂ€sst sich meist sagen: Lasst euch Zeit schenken anstatt diverser MĂŒtzchen, Strampler und Decken. Zeit fĂŒr euch, als Paar! Bei uns melden sich regelmĂ€ĂŸig Großeltern, die einen unserer hĂŒbschen Gutscheine verschenken möchten. Das finden wir eine tolle Idee!

FĂŒr Eltern heißt es: Den Nachwuchs begleiten, WĂŒnsche aufschreiben und Ideen geben, die vielleicht mal nichts mit Konsum zu tun haben, wie gemeinsames Kochen, ein Spaziergang mit Freunden oder ein Besuch des Lieblings-Spielplatzes, auf dem man lange nicht mehr war.

Ein paar mehr Ideen bieten diese Shops:

http://www.echtkind.de/

https://www.milchwiese.de

Warum StoffwindelSERVICE?

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Ein GefĂŒhl dafĂŒr, warum es die Windelei gibt, gibt ein typischer Kommentar einer Schwangeren: „Wir leben sehr nachhaltig und mĂŒllbewusst. Wir haben nur Wolle-Seide Bekleidung schon vor der Geburt gekauft. Aber auf Wegwerfwindeln verzichten? Das kam mir nie in den Sinn!“

Er fiel nach einem Vortrag in Hoffmannsgarten von einer der anwesenden Schwangeren. Eine andere Bald-Mama ergĂ€nzte auf meine Frage, ob sie sich Stoffwindeln vorstellen können: „Wir machen schon sehr viel zum Thema Plastikvermeidung und Umweltschutz. Aber mit Kind hast du so viele Baustellen, die neu aufkommen, da muss man hinnehmen, dass es beim Thema Windeln einfach mal aufhört.“

Nachhaltigkeit ja, aber unkompliziert muss es bleiben

Die Angst sitzt tief. Sie ist vor allem bedingt durch Unwissen und dem stets mulmigen GefĂŒhl, sich zu viel aufzuhalsen. Und dann noch die Aussagen aus dem Umfeld: „Babys machen mehr Arbeit – vor allen Dingen mehr WĂ€sche!“ Stoffwindeln sind da der Tropfen, der das nervliche GerĂŒst zum Überlaufen bringt. Man weiß ja schon nicht, wie es mit Baby sein wird, aber mit Stoffwindeln scheint es sich definitiv noch mehr zu verkomplizieren als notwendig.

Deshalb gibt es uns! Wir von der Windelei wollen eine Hand reichen und zeigen, dass es komplett ohne zusĂ€tzlichen Aufwand geht. Mit dem Wissen etwas Gutes fĂŒr die Umwelt und unsere Babys zu tun.

Windeltour - Unsere WaschsĂ€cke sind gefĂŒllt mit den Stoffwindeln, der Kofferraum wird gefĂŒllt. Gleich geht es zum Stoffwindeltausch.
Die Stoffwindeln werden in Nasstaschen gelagert. Die frischen werden gegen gebrauchte getauscht.

Moderne Stoffwindeln sind retro plus Charme und Ästhetik

Allein das Wort „Stoffwindel“ scheint mir auszureichen, um sich mindestens 50 Jahre in die Vergangenheit zurĂŒckversetzt zu fĂŒhlen. Meist wandert die Waschmaschine ganz automatisch aus dem modernen Haushalt in Gedanken aus. Eine Frau mit Kopftuch und KittelschĂŒrze schwenkt eine große Holzplanke in einem riesigen Topf auf einer Feuerstelle in der KĂŒche.

Jede Messeausstellung, sei es die Babywelt oder auch der Heldenmarkt zeigt uns: In unseren GesprĂ€chen mit den werden Eltern erwarten uns große Augen. Sie sind wirklich erstaunt, wie weich sich unsere modernen, wiederverwendbaren Windeln anfĂŒhlen! Gerne gepaart mit der Aussage „Ja, die sind wieder im Kommen, ne?“  Unsere Stoffwindeln haben wirklich nichts mehr mit dem Duschvorhang-Plastik von einst gemein. Und dann auch noch so ein niedliches Design! Und richtig: wir gehen mit der Zeit und waschen ebenfalls vollautomatisch – wie wohl die meisten von uns.

Stoffwindeln – unkompliziert und ohne Aufwand!

Unsere Mission ist es, den werdenden Eltern die Möglichkeit zu bieten, sich komplett entspannt mit dieser umweltfreundlichen Alternative zu beschĂ€ftigen. Nicht zuletzt tut man dabei auch etwas Gutes fĂŒr die Gesundheit des eigenen Kindes. Und unsere Kinder sind es ja auch, denen wir alle einen lebenswerten Planeten hinterlassen wollen.