2020: Ein Jahr das sich gewaschen hat!

Jetzt, wo das Jahr schon zwei Wochen alt ist, die Schreibweise 2020 zur Gewohnheit geworden ist, kommen auch wir dazu endlich die Ziele für das neue Jahr konkret anzudenken. Auch, weil es in der Selbständigkeit sich meist mit Wünschen kombinieren lässt.

Die Weltherrschaft im Windelbusiness, nächstes Kapitel

Wenn man sich erst einmal getraut hat auf dem Markt zu erscheinen, man die erste hochturbulente Zeit mit Schnappatmung überlebt hat, geht es los. Nach dem allerersten Schritt und den stolpernden Schrittchen danach folgen festere Fußabdrücke. Aus eigener Sicht fängt man jetzt so langsam an Beweise für seinen Glauben zu haben, dass die „Weltherrschaft im Windelbusiness“* möglich ist.

*Sonja hat dies in ihrem gerade erschienen Podcast-Interview #25 mit Startnext so bezeichnet.

Ja, dieses Jahr gibt es noch weitere große Schritte, um zu zeigen, wie ernst wir es damit meinen Stoffwindeln wieder in den Fokus der nachhaltig denkenden Eltern zu rücken. Das Wort „Windel“ auch wieder für die Mehrweg-Variante zu nutzen.

Unsere konkreten Ziele 2020

  • Neue Muster! Yay! Endlich werden wir unser zweites Muster rundum Wale angehen. Und: Wir erfüllen Kundenwünsche: uni-Farben!**
  • Wir stellen einen Web-Shop auf mit vielen tollen Produkten rund um unsere Muster. Es wird mehr zu kaufen geben, als Stoffwindeln. Das können wir schon mal versprechen!**
  • Sonja zieht um mit der Windelei. Wir werden einen kleinen Show-Room haben. Hoffentlich im 3. Quartal 2020. Vielleicht etwas später. Mal sehen, wie lange sich so Immobilienverhandlungen ziehen können.
  • Unsere Elektro-Autoflotte. Siehe weiter unten. Ein großer Wunsch geht in Erfüllung!
**Unser Dank rundum die komplette grafische Gestaltung aller unserer Produkte von Überhose bis Flyer und Homepage gilt den Mädels der Designerei

Einblicke in unsere größten Wünsche für die Windelei

Sonja: „Ich habe mir für die Windelei immer ein eigenes Elektroauto gewünscht. Fahren mit Elektroantrieb macht mir einfach superviel Spaß – und es mieft einfach nicht. Das auch hier die Nachhaltigkeitskette verbesserungswürdig ist, steht außer Frage, aber von Spandau bis Köpenick, Weißensee bis Zehlendorf ists doch mit dem Fahrrad n bisschen weit…! Berlin hat auch mittlerweile ein tolles Programm aufgestellt für Gewerbetätige, um auf Elektro umzusteigen. Was mich abhielt bislang ist die Ladeinfrastruktur. Aber, wenn ich erst einmal den Show Room aufgebaut habe, gibt es auch einen Ort, an dem man sich dann um eine Steckdose kümmern kann.

Franziska: „2020 soll die Windelei in München richtig durchstarten. Wir dürfen schon viele tolle Familien hier beliefern. Jetzt soll die Windelei noch bekannter werden. Wie ihr uns helfen könnt? Sprecht über wiederverwendbare Windeln, wann immer es passt. Erzählt von euren Erfahrungen – wie erlebt ihr das Wickeln mit Stoff? Zeigt her eure Windeln!“

Deine Wünsche für die Windelei?

Schreib sie uns gerne! Ideen und Anregungen, was dieses Jahr noch anstehen soll? Her damit! Wir sind gerade in der kreativen Ziel-& Wunschlistenphase!

Oh du nachhaltige Weihnachtszeit?!

Irgendwie kommt Weihnachten immer schneller als gedacht. Und irgendwie läuft Weihnachten mit Kind meist nicht unter dem Motto „Weniger ist mehr“.

Da will man als Mama bzw. Bald-Mama Gutes tun und teilt allen Menschen mit, was sie dem Kind so kaufen könnten. Das Ende vom Weihnachtslied: dann kommt doch der Schokonikolaus mehr, die vielen selbstgebackenen Kekse und dann doch noch ein – ach das war doch so günstig, mal eben gekauft – Plastikspielfigürchen mit unter den Weihnachtsbaum. Dem Wahnsinn an unorganisierter Geschenkegröße und -menge ist da leider manches Mal kein Ende gesetzt.

Und wehe die Eltern setzen sich noch Ziele wie umweltbewusstes Handeln: öko-faire Kleidung, unbelastetes Holzspielzeug oder recycelte Materialien für den nächsten Turnbeutel. Dann schlägts meist „Kling Glöckchen klingelingeling“ im Kopf der Verwandtschaft, die dem Kind eine Freude bereiten möchte, aber bitte nicht mit zu vielen Einschränkungen – „Ist doch nur ein Mal im Jahr!“

Und zack ist das Dilemma riesig: Schenken macht Freude, viel Schenken aber nicht unbedingt viel mehr Freude.

Konsumwahnsinn bringt mehr Stress als Weihnachtsharmonie

Werdenden Eltern stehen mit dem Argument „Das kannst du und das Baby bestimmt später gebrauchen“ vor dem Dilemma es einfach noch nicht besser zu wissen. Dementsprechend wollen sie vielleicht Grenzen setzen , können es aber nicht.

Für die, die schon Eltern sind, ist es auch nicht leichter:

Babys sind wunschlos glücklich in den Armen ihrer Eltern, noch bleibt hier Weihnachten eine unbemerkte Zeit. Weniger für die Eltern, die da schon erste Vorzeichen für den Ablauf der kommenden Feste in den nächsten Jahren bemerken können – inklusive des eigenen Einflusses die Geschenkeflut zu begrenzen.

Ab dem 2. Lebensjahr des Kindes wird es dann für alle Beteiligten anstrengend: Die meisten Kinder sind schon verrückt bis Weihnachten, weil es jeden Tag etwas Kleines im Adventskalender gibt – mit einem Konsum-Zwischenpeak an Nikolaus. Und dann kommt der Tag der Tage: unendliche Geschenkeflut, vieles vorab schon aufgeschrieben und dann auch noch Realität geworden plus X an vorab unerwarteten Geschenken minus Y an Enttäuschungen über erwartete aber nicht eingetroffene Geschenke. Der Wahnsinn erreicht zu diesem Zeitpunkt erzieherisch kaum zu bändigende Grenzen.

Wie alt das Kind auch immer sein mag, es gilt: Die Erwachsenen wünschen sich doch nur Harmonie im Familienkreis, leckeres Essen und glänzende Kinderaugen unterm Weihnachtsbaum.

Aber wie setzt man da nun Grenzen – mengenmäßig und bei der Art des Geschenks? Und sollte man überhaupt? Und was wäre dann ein gutes Geschenk?

Grenzen setzen – gerade in der Weihnachtszeit unverzichtbar

Klare Ansagen verbreiten selten Romantik, helfen aber sehr den Faktor „Harmonie unterm Weihnachtsbaum“ zu erhalten. Dafür muss man natürlich für sich selbst schon wissen, wieviel man dem Nachwuchs zumuten will, wer für welches Geschenk am besten in Frage kommt und ob man den Einkauf lieber beim Schenker lässt oder man selber on- oder offline die Warenkörbe befüllt und verteilt.

Wie machen es die Windelei-Mädels?

Sonja: „Ich habe jedem schenkewilligen Menschen ein Geschenk zugeteilt. Nicht alle Geschenke gibt es an Heiligabend. Außerdem ist schon Ende November ein Wichtel samt gebraucht gekaufter Wichteltüre bei uns eingezogen. Der bringt jetzt in unregelmäßigen Abständen immer mal ein Schokobonbon, etwas zum Spielen, einen Brief oder etwas Gemaltes. Umgekehrt bekommt aber auch der Wichtel etwas geschenkt von meinem Sohn. Der Nikolaus steckt noch ein kleines Spielauto aus den väterlichen Kinderkisten von damals in die Schuhe vor der Haustüre. Ich spreche nicht nur mit der Verwandtschaft und dem Wichtel regelmäßig, auch meinem Kind versuche ich den Konsumwahnsinn und das absehbare abrupte Ende näherzubringen.“

Franziska: „Statt eines Schoko-Adventskalenders gibt es bei uns dieses Jahr ein Adventskalenderbuch: „Advent im Holunderweg – 24 neue Geschichten bis zum Weihnachtsfest“ von Martina Baumbach. Dafür nehmen wir uns jeden Tag Zeit und lesen die jeweilige Geschichte vor. Zu Weihnachten schenken wir als Eltern tatsächlich nichts. Dafür haben wir den Großeltern jeweils Geschenke zugeteilt. Die werden bestimmt noch durch die ein oder andere Kleinigkeiten ergänzt, aber das soll ja auch so sein.“

Funktioniert Nachhaltigkeit im stressigen Konsumwahn überhaupt?

Für werdende Eltern lässt sich meist sagen: Lasst euch Zeit schenken anstatt diverser Mützchen, Strampler und Decken. Zeit für euch, als Paar! Bei uns melden sich regelmäßig Großeltern, die einen unserer hübschen Gutscheine verschenken möchten. Das finden wir eine tolle Idee!

Für Eltern heißt es: Den Nachwuchs begleiten, Wünsche aufschreiben und Ideen geben, die vielleicht mal nichts mit Konsum zu tun haben, wie gemeinsames Kochen, ein Spaziergang mit Freunden oder ein Besuch des Lieblings-Spielplatzes, auf dem man lange nicht mehr war.

Ein paar mehr Ideen bieten diese Shops:

http://www.echtkind.de/

https://www.milchwiese.de