Schauen wir in die Zukunft

So, wir sind vollgestopft mit Corona-Gedanken. Oder mit den Gedanken, wie man Corona wenigstens für eine Minute aus dem Kopf kriegt.

Aus dem Abwarten in Aktion kommen

Wir liefern weiter aus. Wir waschen weiterhin für unsere Kunden. Mit noch mehr Akribie achten wir auf alle gebotenen Sicherheitsvorkehrungen von Desinfektion bis Sicherheitsabstand, geschlossenen Türen beim Windeltausch und den RKI- Hygienevorschriften zum Waschen der Windeln. Nichtsdestotrotz haben auch wir die Unsicherheit die uns alle ergriff, zu spüren bekommen. Neukunden sagten Termine wieder ab, weil sie aufs Land flüchteten, andere meldeten sich nur zögerlich zurück. Für alle haben wir größtes Verständnis! Es ist ruhiger geworden insgesamt.

Aus der Starre wieder den Blick nach vorne richten

Woran wir fest glauben ist, dass wir alle bald wieder in Aktion kommen werden. Wir waren 3 Wochen in Abwartestarre „Wie weit geht die Eskalation zur Sozialen Abschottung?“. Nun sind wir bei der für uns alle sehr krassen Form von Zweierkonstellation und Kleinstfamilienzusammensein angekommen – wir können uns hier mit unserem Verhalten einrichten so langsam. Uns eine neue Sicherheit in der großen Unsicherheit schaffen. Das ermöglicht auch den Blick wieder nach vorne zu richten. Pläne zu schmieden, nicht wissend, wie lange diese Einschränkung bestehen bleibt, aber absolut wissend, dass es irgendwann nur wieder besser werden kann.

Unsere Situation, unser Blick nach vorne

Sonja: „Ich habe es an mir selber gemerkt. Stornierung diverser Aktionen wie Urlaub, Zugfahrten und dann die Kitaschließung. Uff, harte Sache. Ich richte mich darin ein. Ich vermisse vieles, wie wir alle vermutlich. Heute habe ich eine Nachbarin im Park getroffen. Wir haben gequatscht inklusive Abstand, wissend, dass alle anderen uns zuhören können. Irgendwie geht es also. Ich richte mich ein, anders gesagt. Aber: Ich schaue auch nach vorne mittlerweile. Die Entschleunigung tut uns gut. Ich liebe es, wenn neue Wege gefunden werden – und davon wird es bald sehr viele geben!“

Franziska: „Diese Woche habe ich beim Ausliefern der Windeln eine wirklich herzzerreißende Szene miterlebt: Eine Mama mit ihrer Tochter im Grundschulalter stand vor dem Balkon des Schulfreundes. Sie sangen lauthals „Happy Birthday“ für ihn und stellten anschließend sein Geburtstagsgeschenk vor der Tür ab. Zum einen war die Situation natürlich wunderschön, andererseits musste ich später im Auto ein paar Tränen vergießen. Ich glaube, das zeigt ganz gut die Zerrissenheit, in der wir gerade stecken, und wie emotional fordernd diese Zeit für uns ist. Ich bin gespannt, wie wir später einmal darauf zurückschauen werden.“

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